Absage der Choreografie FC Bayern – FC Barcelona

Die vielleicht bitterste Entscheidung, die es in der 15-jährigen Geschichte des Club Nr.12 zu verkünden gab: Die bereits fest geplante Choreografie für das Spiel gegen Barcelona fällt aus, und die Absage erfolgt nicht durch ein Verbot durch den FC Bayern, den Brandschutz, die Polizei oder die UEFA: die Entscheidung ist auf Seiten der Fans gefallen. Dies ist auf den ersten und vielleicht sogar zweiten Blick wohl nicht zu verstehen. Wer sich ernsthaft für die Hintergründe interessiert, für den haben wir unter „Weiterlesen“ Hintergrundinformationen zusammengestellt, die leider einiges an Leseaufwand mit sich bringen. Schon daraus kann man ableiten, dass uns diese Entscheidung alles andere als leicht gefallen ist. Wer gerade noch nach dem Pokalsieg auf einer rot-weißen Wolke schwebt, und einfach nur vom Triple träumen will, ohne sich die Laune zu versauen, dem raten wir dringend von der Lektüre ab.

Um die Gründe für die Absage der Choreografie zu verstehen, ist ein erhebliches Maß an Hintergrundwissen rund um die Beziehung zwischen dem „harten Fankern“ und der Vereinsführung unseres FC Bayern erforderlich. Dieses Verhältnis ist seit Jahren schwer gestört und ein ernsthafter partnerschaftlicher und konstruktiver Dialog kommt nicht zu Stande, da keine der dafür zuständigen Institutionen auf diesem Bereich greifen: die Vertreter des Münchner Fanprojekts und der Mitarbeiter der Fanbetreuung, der sich innerhalb der Fanszene bewegt und dort volles Vertrauen genießt, werden von der Vereinsführung nicht ernst oder zum Teil gar nicht wahrgenommen. Die anderen Mitarbeiter der Fanbetreuung wird man wohl nie während eines Spiels INNERHALB eines Stehplatzblocks oder bei der gemeinsamen Anreise mit den Fans antreffen, und ihre Distanz zum harten Kern der Fans ist nicht nur durch diese Nicht-Präsenz spürbar. Der Arbeitskreis Fandialog trifft sich inzwischen gerade noch zweimal im Jahr mit der Fanbetreuung, und der Schwerpunkt liegt hier auf der ausführlichen Präsentation von Statistiken durch Prof. Salewski und dem Vorstellen von Entscheidungen der Vereinsführung, von denen man in den meisten Fällen schon zuvor durch die Presse oder durch andere Quellen erfahren hat. Und die Hauptintention der „runden Tische“ mit dem Präsidium, die in den vergangene zwei Jahren zweimal stattfanden, liegt nach unserem Eindruck darin, den wenigen anwesenden kritischen Fanorganisationen in Anwesenheit anderer Fanclubvorsitzender bzgl. tatsächlich vorgekommenen Fehlverhaltens (Pyrotechnik) oder auch aufgrund der von der offiziellen Vereinslinie abweichenden Meinung den Kopf zu waschen.

Insbesondere in den letzten zwei Jahren haben viele Fans den Eindruck gewonnen, dass der Stehplatzfan in der Südkurve von Seiten der Vereinsführung in erster Linie als Sicherheitsrisiko wahrgenommen wird (Stichwort Blocküberfüllung). Das wenig vorhandene Vertrauen ist in den letzten Jahren auf beiden Seiten zunehmend einem breiten Misstrauen gewichen. Dieses Misstrauen basiert auf Seite der Fanvertreter u.a. durch den entstandenen Eindruck, dass die Vereinsführung bei auftretenden Meinungsverschiedenheiten oder Problemen oft nicht an einer langfristigen Lösung zur beidseitigen Zufriedenheit interessiert ist, sondern es nur um eine kurzfristige Beruhigung der Situation geht, um zu verhindern, dass sich Unmutsäußerungen unzufriedener Fans „schlecht aufs Geschäft“ auswirken.

Beispielhaft soll hier an die Diskussion um das Verbot von Flugblättern und Fanzeitungen in der Arena vor etwas über einem Jahr erinnert werden. Nachdem es von Seiten der Fans zu Protesten kam, kündigte der Berater in Fanangelegenheiten, Prof. Salewski, als Lösung eine Regelung an, wonach Flugblätter und Fanzeitungen wieder erlaubt würden, wenn diese mit einem Impressum und namentlicher Kennzeichnung der Autoren versehen werden. Diese Regelung würde jedoch erst mit Beginn der neuen Saison in Kraft treten, da noch „letzte Details zu klären seien“. Da man diese Regelung auf der Fanseite für sinnvoll hielt, ebbte der Protest umgehend ab. Erst auf mehrfache Nachfrage nach diesen „Details“ wurde dann zu Beginn dieser Saison mitgeteilt, dass sich der Vorstand des FC Bayern nun doch entschieden hätte, dass Flugblätter und Fanzeitungen komplett verboten bleiben. Inzwischen ist diese Thematik fast schon in Vergessenheit geraten. Der Club Nr.12 darf jedoch auch weiterhin auf Flugblättern zu den Choreografien nicht einmal auf den eigenen Newsletter verweisen. Nicht vergessen haben viele Fans jedoch die Diskussionen, ob man nach der Ankündigung von Prof. Salewski weiter protestieren und eine sofortige Umsetzung der neuen Regelung (Impressum, Kennzeichnung der Autoren) fordern sollte. Eine Mehrheit sprach sich damals dafür aus, Vertrauen in die Ankündigung von Prof. Salewski zu haben. Diese Mehrheit lag damals falsch.
Die aktuelle und essentiellere Diskussion dreht sich nun um die Zukunft der Südkurve als Stehplatzkurve und als den Ort, an dem die junge Generation der Fans zusammen stehen kann, um unser Team 90 Minuten lang zu unterstützen. Als vor über 10 Jahren die heiße Planungsphase der Arena begann, war man sich in ersten Gesprächen zwischen Vereinsführung und Fanvertretern einig, dass es im Unter- und Mittelrang der Südkurve Stehplätze geben sollte. Von Seiten des Club Nr.12 wurde damals immer wieder das „Hamburger Sitzplatzmodell“ vorgeschlagen, bei dem die Sitze bei nationalen Spielen ohne größeren Umbauaufwand unter die Stufen geklappt werden können. Herausgekommen ist im Jahr 2005 zum Entsetzen der Fans ein Allseater-Stadion. Erst nach Protesten wurden die Blöcke 112 und 113 umgerüstet.

Bereits damals war klar, dass mangels Alternativen die (inzwischen) ältere Fangeneration nicht bereit sein würde, ihre Jahreskarten in 112/3 wieder aufzugeben, gleichzeitig aber junge Fans nachkommen, die selbstverständlich ebenfalls auf echten Stehplätzen stehen wollen. Die Lösung für dieses Problem hieß jahrelang: „Reinschmuggeln“, was lange Zeit aufgrund der vergleichsweise geringen Anzahl an verkauften Tickets (1,3 pro Sitzplatz, erlaubt sind nach der Versammlungsstättenverordnung 2,0 pro Sitzplatz) keine größeren Probleme erzeugte. Dass dies jedoch nicht langfristig funktionieren würde, war bereits seit Jahren klar, da die Anzahl der „Schmuggler“ langsam aber stetig anstieg. Trotzdem ist uns bis heute keine Strategie von Seiten der Vereinsführung bekannt, die geeignet wäre das Problem nachhaltig zu lösen. Die Erhöhung von Zäunen oder ein elektronisches Einlasssystem verhindert zwar eine drohende Überfüllungsgefahr. Gleichzeitig wird aber auch der Großteil der jungen Generation ausgesperrt. Nachdem etliche Vorschläge der Fans für eine kurz- oder langfristige Verbesserung der Situation von der Vereinsführung abgelehnt wurden und sich die Situation durch die Änderung des Block-Einlass Systems weiter zugespitzt hat, wurde im Arbeitskreis Fandialog vor vier Monaten eine Arbeitsgruppe gegründet, die Vorschläge zur Verbesserung der Situation erarbeitet hat. Vor vier Wochen hat diese Arbeitsgruppe die Fanbetreuung um einen Termin gebeten, um ihre Vorschläge zu präsentieren. Leider gab es darauf bis heute keine Reaktion.

Die Frustration über die aktuelle Situation ist seit Beginn der Saison stark gewachsen. Sehr unterschiedlich sind jedoch die Auffassungen, wie die Fanseite mit dieser unbefriedigenden Situation umgehen soll. Um zu verhindern, dass innerhalb der Fankurve – wie bei anderen Vereinen schon geschehen – Streitigkeiten offen aufbrechen, haben wir im vergangenen Herbst den Südkurvenrat gegründet. Dort sollen Unstimmigkeiten geklärt und gemeinsame Lösungen gefunden werden, so dass die Südkurve als Einheit und nicht als zerstrittener Haufen auftreten kann. Jeder Fanclub und jede Fangruppe, die mit mindestens zehn Fans in der Südkurve steht, entsendet einen Vertreter in den Südkurvenrat. Diese neu gegründete Institution hat sich in den vergangenen Monaten bewährt. Trotz der sehr bunten Zusammensetzung (von der gerade erst gegründeten Ultragruppe bis zum jung gebliebenen „Kuttenfanclub“, der schon vor 30 Jahren in der Südkurve im Olympiastadion gestanden ist) wurde konstruktiv zusammengearbeitet. Der Club Nr.12 moderiert dieses Gremium und wir haben in den letzten Monaten oft genug betont, dass wir den Südkurvenrat nicht nur für einen Debattierclub halten, sondern für das entscheidende Gremium, wenn es um Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Südkurve geht.

Nach dem Erreichen des Halbfinals gegen Barcelona haben wir umgehend mit den Vorbereitungen einer Ganzstadionchoreografie für das Spiel gegen Barcelona begonnen. Das Material war bereits vorbestellt, Brandschutzprobleme bereits gelöst und auch keine markenrechtlichen Hürden (Stadt München, UEFA) zu befürchte. Deshalb bezogen sich unsere einzigen Sorgen auf den sehr knappen Zeitplan. Die Unzufriedenheit innerhalb der Fankurve bzgl. der weiterhin ungelösten Zugangsproblematik zu den Blöcken 112/3 bei ChampionsLeague-Spielen war uns dabei zwar bewusst. Allerdings gab es im Vorstand des Club Nr.12, bei den Choreografie-Helfern und auch bei den Club Nr.12-Mitgliedern eine Mehrheit für die Position, diese Unstimmigkeiten aufgrund der Bedeutung des Spiels hinten an zu stellen. Aus diesem Grund hielten wir eine Abstimmung im Südkurvenrat für eine reine Formsache. Das war leider eine schwerwiegende Fehleinschätzung. Denn wie sich in den letzten Tagen herausstelle, ist die Fangemeinde in der Südkurve bei dieser Frage tief gespalten.

Club Nr.12-Stil wäre es nun gewesen, eine Kompromisslösung zu finden. Mit einem derartigen Versuch waren wir aber bereits vor einem Jahr gescheitert: Nach dem oben bereits erwähnten Verbot von Flugblättern und Fanzeitungen hatten wir für das Spiel gegen Marseille eine Choreografie mit dem Motto „Wir lassen unsere Meinung nicht verbieten, für uns seid Ihr die Favoriten.“ eingereicht. Dieser Entwurf stieß aufgrund einer gewissen Doppeldeutigkeit auf breiten Konsens bei den Fangruppen , die damals wie heute einerseits die Mannschaft mit einer Aktion unterstützen, gleichzeitig aber nicht einfach zur Tagesordnung übergehen wollten. Und aufgrund dieser Doppeldeutigkeit wurde die Choreografie von der Vereinsführung des FC Bayern verboten.

Andere Kompromissideen, wie z.B. eine Choreografie, die die komplette Südkurve aussparen würde wurden von Seiten der Helfer verworfen. Somit folgte in den vergangenen Tagen eine so nicht für möglich gehaltene Kampfabstimmung im Südkurvenrat, in denen die Fangruppen, die sich für eine Choreografie aussprachen, knapp den Kürzeren zogen. Für uns auch nicht unbedeutend war dabei, dass sich auch die Vertreter der Nordkurve gegen eine Choreografie aussprachen.

Hintergrund für die Entscheidung einiger Fanclubs sind vermutlich auch mehrere Gerüchte, die sich in den letzten Tagen in Fankreisen ausgebreitet haben. Normalerweise ist es nicht unser Stil, Klatsch und Tratsch zu verbreiten. Da die Absage der Choreografie aber nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, sind diese Gerüchte folgend kurz beschrieben:

1. Einführung elektronisches Blockeinlasssystem für die Blöcke 112/3 auch in der Bundesliga: Das System, das in den vergangen Monaten für sehr viel Wirbel gesorgt hat, soll in der nächsten Saison auch in der Bundesliga und im DFB-Pokal eingeführt werden.

2. Die Jahreskartenpreise sollen aufgrund des bereits zu spürenden Guardiola-Hypes (deutlich?) angehoben werden. Die Sorgen der Fans beziehen sich dabei nicht einmal auf die eigenen, sehr günstigen Stehplatzkarten, sondern auf die Sitzplatzjahreskarten. Sollten sich diese weiter verteuern, wird die Bereitschaft (oder die finanziellen Möglichkeiten) älterer Fans, auf die Sitzplätze zu wechseln, noch weiter sinken, wodurch tendenziell noch weniger Stehplatz-Jahreskarten für junge Fans frei werden.

3. Seit der Planung der Arena fordern Fanvertreter echte Stehplätze zumindest über den kompletten Südkurvenunterrang, wenn möglich einhergehend mit einer Steigerung der im Süden angebotenen Stehplatzkapazität. Von Seiten der Vereinsführung wurde in den vergangen Jahren immer wieder gegenüber Fanvertretern betont, eine Erhöhung der Arenakapazität und ein Stadionumbau seien komplett ausgeschlossen. Von der inzwischen erfolgten Erhöhung der Stadionkapazität erfuhren die Fanvertreter dann zuerst aus der Presse. Ebenfalls aus der Presse erfuhren die Fans nun vor einigen Wochen von einem geplanten Stadionumbau in der Sommerpause, durch den die Kapazität auch bei internationalen Spielen steigen soll. Für den seit Jahren erhofften Umbau der Südkurvenseitenblöcke in echte Stehplätze ist jedoch – so das Gerücht – kein Geld vorhanden.
Sollten diese Gerüchte tatsächlich zutreffen, würden sich die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung der Südkurve spürbar verschlechtern.
Um die Fangruppen umzustimmen, die sich gegen eine Choreografie ausgesprochen hatten, sind wir am Montag auf die Fanbetreuung des FC Bayern zugegangen und haben darum gebeten, diese Gerüchte zu dementieren. Dabei haben wir auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Gerüchte zu unserem Bedauern dafür sorgen könnten, dass sich so viele Fangruppen gegen die Choreografie aussprechen, dass diese ernsthaft gefährdet ist.

Leider hat man uns mitgeteilt, dass man sich nicht vor dem Spiel gegen Barcelona, sondern erst bei einem Treffen vor dem Bundesligaspiel gegen Freiburg zu diesen Gerüchten äußern wird. Damit hatte sich auch unsere letzte Hoffnung, die Fangruppen in Bezug auf die geplante Choreografie umzustimmen, zerschlagen.
Gestern Abend trafen deshalb der Vorstand des Club Nr.12 und die Leiter der Choreografiehelfer-Teams die schwere Entscheidung, dass man – trotz persönlich anderer Meinung – das Abstimmungsergebnis des Südkurvenrats akzeptiert und auf die geplante Aktion verzichten wird. Es entspricht nicht unserem demokratischen Verständnis, erst ein Gremium selber mit aufzubauen, und es dann zu ignorieren, wenn einem eine Entscheidung nicht in den Kram passt. Deshalb haben wir in diesem Fall das Votum des Südkurvenrats sogar über das Votum der eigenen Mitglieder gestellt.

Besonders frustrierend ist diese Entscheidung für die Choreografiehelfer, die in den letzten Wochen bereits viel Zeit in die Planung investiert hatten, und zum Teil sogar Urlaub für nächste Woche beantragt haben. Auch im Namen dieser Fans geht an dieser Stelle ein dringender Appell an all die Fangruppen, die gegen die Choreografie gestimmt haben: Eine kurzfristige Absage einer bereits zum Teil vorbereitetet Aktion sollte sich wenn möglich nie mehr wiederholen, denn dies ist für die Helfer ein unzumutbarer Zustand. Es müssen andere Hebel gefunden werden, um auf Probleme und die berechtigten Anliegen der Fankurve hinzuweisen. Die Choreografien in der Südkurve dürfen nicht ein Spielball der Fanpolitik werden. Andernfalls ist die Planungsunsicherheit – gerade bei unserem Verein – so hoch, dass sich aus verständlichen Gründen überhaupt keine Helfer mehr finden werden, die ihre Freizeit in die Vorbereitungen dieser Aktionen stecken. Und damit opfern wir dann mit dem Kampf für einen Teil der Fankultur unfreiwillig einen anderen Teil der Fankultur.

In den letzten 48 Stunden, in denen sich eine Absage der Choreografie langsam abgezeichnet hat, haben uns einige E-Mails erreicht, in denen wir von Fans dazu aufgefordert wurden, die Aktion durchzuziehen, da eine Absage der Choreografie unserer Mannschaft nicht zuzumuten wäre, da die Spieler ja nichts für die Probleme verantwortlich wären. Letzteres ist zweifellos richtig. In wie weit die Spieler von einer Choreografie beeinflusst werden, können wir nicht beurteilen. Ob und wie die Spieler so eine Aktion wahrnehmen, hätten wir jedoch tatsächlich gerne mal einen Spieler gefragt. Genauso würde und die Frage interessieren, wie die Spieler die Stimmung wahrnehmen? Spüren sie einen Unterschied zwischen eher spielbetonten Schlachtrufen und langen Gesängen, und wie ist die Meinung über die bei den Fans sehr umstrittenen Klatschpappen? Aber auch darüber werden wir in Zukunft weiter nur spekulieren können, da die Fanbetreuung uns schon vor einem Jahr mitgeteilt hat, dass ein Treffen zwischen Spielern und Fanvertretern zu solchen Themen grundsätzlich nicht möglich ist. Insofern hoffen wir auf das Verständnis der Spieler, auch wenn diese sicher kaum über die Hintergründe informiert sind.

Zum Ende sei noch ein kleiner – wenn auch sehr bitterer Blick über den eigenen Tellerrand erlaubt: Wie eine Fanszene gerade auch im Bereich der Choreografien aufblüht sieht man momentan bei einem anderen deutschen ChampionsLeague-Teilnehmer. Tauschen will mit diesem Verein sicher niemand. Aber genauso wie sich unsere Vereinsführung von den Strukturen und Rahmenbedingungen im sportlichen Bereich bei anderen europäischen Clubs inspirieren lässt, wäre dies sicher auch beim Umgang mit den Stehplatzfans ein interessanter Ansatz. Nächste Woche gibt es dann wohl auf der größten Stehplatztribüne der Welt wieder eine Choreografie, und im Stadion mit dem kleinsten Heimstehplatzblock der Bundesliga: Klatschpappen…
Für das Spiel am kommenden Dienstag appellieren wir an alle Fans, bis zur Heiserkeit und gerne auch darüber hinaus unsere Mannschaft zum Sieg zu schreien und akustisch das auszugleichen, was uns an Optik zum Anpfiff fehlen wird. Für das Treffen der Fanvertreter mit der Vereinsführung vor dem Freiburg-Spiel hoffen wir, dass sich alle oben beschriebenen Gerüchte als haltlos herausstellen. Dann wäre zwar die Choreografie vollkommen umsonst abgesagt worden, aber zumindest wären die Rahmenbedingungen für die Südkurve und somit auch für weitere Choreografien weiterhin positiv.

MrwG und Vielen Dank für Euer Verständnis

Club Nr.12

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