DER ERSTE FC BAYERN-FANSCHAL AUS DEN 70ERN – ORIGINALGETREU NEU AUFGELEGT FÜR KARITATIVE ZWECKE

Wir haben in Zusammenarbeit mit den Bayernfans, die Mitte der 1970er Jahre den ersten FC Bayern-Fanschal selbst produziert haben, originalgetreu neu aufgelegt. Die Idee für die Aktion kam von den damaligen Protagonisten, die auf uns zugekommen sind. Wir hatten während der Umsetzung einige spannende Gespräche über die Historie unserer Kurve. Das Projekt ist für uns eine Hommage an die erste organisierte Fangeneration in der Südkurve. Der komplette Erlös aus dem Verkauf fließt in karitative Zwecke. Wir können allen Bayernfans den Schal ab dem Heimspiel gegen Freiburg anbieten, er ist am Bauwagen am Südkurvenplatz erhältlich.

Im Spätsommer/Herbst 1976 war eine Gruppe aus dem Fanclub Südkurve ‘73 für einige Tage in London und hat dort mehrere Fußballspiele und die Fanshops verschiedener Londoner Fußballclubs besucht. Die englische Fankultur hatte damals eine hohe Attraktivität für die Fans in Deutschland. Während es in Deutschland allgemein und speziell in München nur wenige Fanartikel der Fußballvereine wie Fahnen oder Wimpel gab, fand die Reisegruppe aus der Südkurve in England eine Vielzahl an Artikeln vor, unter anderem schöne Seidenschals. Einer der Schals wurde direkt gekauft und bei der Gelegenheit auch gleich gefragt, wo die Schals produziert wurden. Nach der Rückkehr aus London hat sich der damalige Vorsitzende des Fanclubs Südkurve ’73, Peter Dominitzki, der Sache angenommen und bei der genannten Firma aus Northampton/London einen nach Vorlage bestellten Schal bestellt, der fortan in den Fanclub-Räumen in der Parkstraße im Westend und im Stadion verkauft. Dem Schal folgten weitere Artikel wie Aufnäher.

Im Fanclub gab es einen kleinen Raum, der mit englischen und schottischen Schals, Tassen, Wimpeln, Rosetten etc. bestückt war. Das hat sich unter den Fans rumgesprochen und es kamen auch fremde Fans und haben sich bei der Gelegenheit mit Schals und anderen Artikeln eingedeckt. Als der damalige FC Bayern-Präsident Wilhelm Neudecker im Fanclub zu Besuch war, wurde ihm die Sammlung an Fanartikeln vorgestellt, was ihn sichtlich beeindruckte und mutmaßlich einigen Einfluss darauf hatte, dass es später auch von Seiten des FC Bayern selber eine größere Auswahl an Fanartikeln gab.

Wir freuen uns, dass wir Euch das historische Stück in Neuauflage anbieten und so einen Stück Fan- und Vereinsgeschichte ins Stadionlicht holen können. Danke an die Oiden!

Ob jung oder alt – Zusammenhalten das ist unser Ziel!
Südkurve München

Treffpunkt der Bayernfans in Kopenhagen

Zum Auswärts-Auftakt der Europapokal-Saison führt es uns zum FC Kopenhagen.
Seit vielen Jahren hat unser Verein nicht mehr in Dänemark gespielt, nun wollen wir auch endlich hier unsere Visitenkarte abgeben und mit voller Kraft und lautstark unsere Farben präsentieren!

Wir treffen uns um 18:00 Uhr an der Station Svanemøllen und ziehen dann gemeinsam zum Stadion.

Wir holen den Landesmeistercup!

Erste Runde DFB-Pokal… ein paar Minuten für Faninteressen

Auch wenn er in der Hierarchie der Clubwettbewerbe oft hinter der Bundesliga und der Champions League anstehen muss, ist der DFB-Pokal für uns Fußballfans objektiv betrachtet doch eigentlich ein geiler Wettbewerb. Nur Ko-Spiele, alles oder nichts, regelmäßig Überraschungsmannschaften in Halbfinale und Finale, es werden große Geschichten gespielt.

Besonderen Reiz hat dabei natürlich auch die erste Pokalrunde. Weltstars fahren in die Provinz, Amateure hoffen auf das große Los und die noch größere Sensation. Die meisten Spiele finden samstags oder sonntags statt. Als Fan eines Bundesligisten hat man auch so seine Hoffnungen: Vielleicht ein Ausflug in die Kleinstadt, am besten zu einer Mannschaft, die auch wirklich in ihrem eigenen Stadion spielt oder zu einem großen Traditionsverein gegen den man aufgrund von chronischem Erfolgsmangel sonst nie spielt…

Auf jeden Fall hofft man aber auf einen Termin am Samstag oder Sonntag. Die neue Praxis den DFL-Supercup nun an eben diesem ersten Pokalwochenende auszutragen, nimmt zumindest uns Bayernfans die Chance diese coolen Erlebnisse ohne zusätzlichen Stress und Urlaub an einem Wochenende zu haben. Einem Supercup, dessen Bedeutung – im Übrigen im Gegensatz zum DFB-Pokal – von über 60% der kürzlich für eine Umfrage befragten Fans als „gering“ oder „sehr gering“ eingeschätzt wurde.

Auch für die Fans der sogenannten Kleinen bieten die Spiele unter der Woche keinen Mehrwert. So ein Spiel gegen Bayern ist ja auch immer etwas Familienfest und Rummel. Das ist an einem Wochenende im August schon was anderes als einem Dienstag Ende September. So heißt es heute also wieder Urlaubsschein und morgen komplett übernächtigt in die Arbeit. Ist ja nicht so, dass es den Fans der erfolgreichen Mannschaften an englischen Wochen und vielen müden Kilometern durch die Nacht mangeln würde.

Dass diese Aufsplittung der ersten Runde alles andere als fanfreundlich ist, darauf wollten wir heute aufmerksam machen und deshalb das Spiel kurz unterbrechen. TV-Sender, Verbands- und Vereinsverantwortliche mögen ebenso wie wir einen engen Zeitplan haben, aber da sie mit den Terminierungen Faninteressen mit Füßen treten, müssen wir uns eben die paar Minuten nehmen um ihrer Artikulation Raum zu verschaffen. Auch wenn wir morgen deshalb auf der Arbeit etwas zu spät dran sind.

KILLERS IN OUR MOVEMENT ARE KILLING OUR MOVEMENT

Trotz eines von der UEFA verhängten Gästeverbots reisen kroatische Fans nach Griechenland und es kommt am Vorabend der Partie AEK Athen vs. Dinamo Zagreb Anfang August zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Fans von AEK und den kroatischen Anhängern (mit Unterstützung von Panathinaikos). Ein griechischer Anhänger wird mit einem Messer getötet und viele Personen erleiden Stichverletzungen. Bereits zwei Tage vorher ist es in Polen zu einem Todesfall gekommen, als das Bündnis Zagłębie Sosnowiec & BKS Stal Bielsko Biała ein Fanturnier der Achse Unia Tarnow und Wisla Krakau angegriffen hat. So unterschiedlich die beteiligten Fanszenen, so unterschiedlich die näheren Umstände, eines ist gleich: Am Ende ist ein Fußballfan wegen des Verwendens von Waffen tot. 

Die beiden Toten sind nicht die ersten Opfer, die durch von Fußballfans eingesetzte Waffen sterben. Einer der vermutlich bekanntesten Fälle ist der Tod von Vincenzo Spagnolo, Fan von Genoa, der 1995 durch den Messerstich eines Mailänder Ultra sein Leben verlor. Damals schlossen sich die italienischen Ultraszenen zusammen und veröffentlichten ein Communiqué unter dem Titel „Basta Lame – Basta Infami“ (Schluss mit den Messern – Schluss mit der Feigheit); es hätte die Zeit eines Umdenkens sein können, doch nicht alle Ultraszenen schlossen sich an. Eine Umkehr im Denken und Handeln fand somit auch nur in Teilen statt. 

Wir wissen, dass die Lebensrealitäten vor allem in Südeuropa andere sind als die unsere. Es gibt Gesellschaften und lokale Nischen, da mag das Mitführen einer Stichwaffe quasi zum kulturellen Gut gehören. Am Ende bleibt aber doch die Frage, wohin das Tragen und in letzter Konsequenz der Einsatz einer solchen Waffe beim Fußball denn führen soll? 

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner bei einer Auseinandersetzung zumindest im Krankenhaus landet, erhöht sich drastisch und noch Schlimmeres wird mehr als billigend in Kauf genommen. 

Aber genau das darf eigentlich nicht das Ziel einer Fußballauseinandersetzung sein. Es gehört zu unserer Bewegung dazu, sich zu messen. Die Mannschaften tun das auf dem Spielfeld, wir auf den Rängen und, wenn es Anlass gibt, eben auch mal auf der Straße. Natürlich geht es dabei dann auch darum Überlegenheit zu demonstrieren, den anderen zu zeigen, dass sie hier nichts zu melden haben. Grundlage hierfür sollte aber ein Grundrespekt gegenüber dem anderen als Mensch sein. Das Bewusstsein, dass der Gegenüber auch Familie, vielleicht auch Kinder, geliebte Menschen und Freunde hat und am nächsten Wochenende wieder das Gleiche tun möchte wie man selbst. Seine Mannschaft beim Spiel zu begleiten. 

Wir sind keineswegs so naiv zu glauben, dass ein Kampf mit den Fäusten keine nicht-gewollten schwerwiegenden Verletzungen nach sich ziehen kann, weshalb für uns die oben genannten Prämissen auch zentral sind, wenn es eben mal knallt. 

Auch wenn hierzulande der Einsatz von Stichwaffen nicht üblich ist und es sicher einen breiten Konsens dagegen gibt, sind auch innerhalb der deutschen Ultraszenen schon Sachen passiert, die Grenzen überschritten. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass auch andere Gegenstände schnell zur Waffe werden, deren Wirkung man selbst nicht einschätzen kann. In unserem Beispiel war es das Werfen einer Flasche, die eine Businsassin schwer verletzt hat. Genauso meinen wir aber auch das Schießen von Leuchtspuren in Menschenmengen, den Einsatz von Pyro bei Auseinandersetzungen, Steine oder irgendwelche Schlagwerkzeuge. 

Vielleicht sind die aktuellen Vorfälle für alle Akteure Gelegenheit, das eigene Handeln zu reflektieren und darüber nachzudenken, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll und für sich eine konsequente Ablehnung von Waffen aller Art zu beschließen. 

Jeder Tote ist einer zu viel, mit jedem Toten nimmt die Bewegung Schaden, niemand gewinnt. Auch wenn wir damit natürlich nicht alle Gruppen in Europa erreichen, wollen wir zumindest innerhalb unserer Reichweite anregen, über diese Zeilen nachzudenken.

Südkurve Stickeralbum – Sticker Einzelbestellung

Servus Bayernfans,

bis zum 10.07. habt ihr ein letztes Mal die Möglichkeit einzelne Sticker für’s SÜDKURVE STICKERALBUM zu ordern. 

Ihr könnt die fehlenden Aufkleber über folgendes Formular bestellen: https://suedkurve-muenchen.org/sticker-einzelbestellung/

Da es über 250 verschiedene Sticker gibt, haben wir aus übersichtsgründen ein Textfeld eingefügt. Bitte hier in AUFSTEIGENDER REIHENFOLGE die gewünschten Nummern einfügen, bspw. so:

1x Nr. 002

2x Nr. 005

1x Nr. 008

1x Nr. 012

2x Nr. 015

PRO Sticker sind 50 Cent fällig, außerdem kommen noch einmal 1€ für Porto und Verpackung dazu. Rechnet den Betrag bitte selbst zusammen und überweist ihn an folgendes Konto:

Kontoinhaber: Südkurvenladn e.V.

IBAN: DE62 7019 0000 0001 2030 96

BIC: GENODEF1M01

Bank: Münchner Bank eG

Betreff: Sticker + Name

Wir sind zuversichtlich, dass wir die Bestellungen bis Mitte Juli abgearbeitet haben. 

Viel Spaß beim Album vollmachen!

Koan Ausverkauf an Investoren!

Bereits Anfang April hatten wir zusammen mit der Dortmunder Südtribüne die DFL-Zukunftsstrategie, den Ausverkauf an Investoren statt nachhaltiger Lösungen, thematisiert.

Die vergangenen Monate erschuf und bewarb die mit Jan-Christian Dreesen (FC Bayern München AG), Rüdiger Fritsch (SV Darmstadt 98), Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Oliver Leki (SC Freiburg) besetzte DFL-Arbeitsgruppe „Zukunftsszenarien“ im Hintergrund den Ausverkauf an Investoren.

Bis Ende April hatten die von der DFL präferierten Investoren, sogenannte Private-Equity-Beteiligungsgesellschaften, die Möglichkeit Angebote über den Kauf von kolportierten 12.5 % der zukünftigen TV-Rechte-Erlöse der DFL der nächsten 15-20 Jahre abzugeben.

Im Gegenzug würden die DFL und ihre Mitglieder von einem Investor eine hohe Einmalzahlung erhalten. Somit würden ihnen von heute auf morgen eine Summe von ca. 2 Milliarden Euro für Investments und Tilgung von Schulden zur Verfügung stehen. Demgegenüber stünde allerdings eine Verpfändung zukünftiger Medienerlöse. In den nachfolgenden 15-20 Jahren würden diese Einnahmen jeweils jährlich um den dem Anteilsverkauf entsprechenden Prozentsatz geringer ausfallen. Bereits im Februar veranschaulichte dies (anhand der Annahme eines 15%-Anteilsverkauf) mit Eckard Sauren der Vize-Präsident des 1. FC Köln und damit ein Vertreter eines DFL-Mitglieds: „Aus einem Hundert-Euro-Schein wird auf Dauer ein 85-Euro-Schein. Der Einmalzahlung stehen die 15 Euro gegenüber, die für Jahrzehnte verloren gehen“ (https://www.sueddeutsche.de/sport/interview-eckhard-sauren-1-fc-koeln-dfl-investoren-bundesliga-1.5752922).

Nicht nur die Kluft zu den Vereinen, die aktuell unterhalb der 2. Liga beheimatet sind, würde sich durch die auf Kosten der Zukunft vorgezogene einmalige und exorbitante Geldausschüttung, in ohnehin längst aus den Fugen geratenen Wettbewerbsbedingungen vergrößern. Auch innerhalb der Ligen würde sich das Kräfteverhältnis manifestieren, soll nach dem Willen einiger DFL-Mitglieder doch ein nicht unerheblicher Anteil der kolportierten 2 Milliarden nach dem TV-Geldschlüssel, der ohnehin die Top-Vereine bevorteilt, an eben diese überproportional verteilt werden.

Auch wenn sich heuer (ausnahmsweise) die Meisterschaft spannender und offener gestaltet, was wohl aber eher an der unterdurchschnittlichen Performance unseres FC Bayern liegen dürfte, wie an wiedergewonnener Konkurrenzfähigkeit vermeintlicher Verfolger und Herausforderer. Die Schere der zur Verfügung stehenden Mittel würde weiter auseinandergehen und damit einen Wettbewerb, der uns in den vergangenen Jahren systembedingt bereits das ein oder andere Mal nicht wirklich herausgefordert hat, weiter schwächen.

Die Geldverbrennungsmaschine kurzzeitig anzuheizen und dafür zukünftige Einnahmen aufzugeben, könnte sich zu einer existentiellen Bedrohung für die Zukunft der Bundesliga als europäische Spitzenliga entwickeln.

Externes Geld wurde im Fußball selten nachhaltig angelegt. Spieler, ihre Berater, andere Vereine wissen, dass plötzlich viel mehr Geld im System ist. Gehälter, Provisionen und Ablösesummen passen sich daran an.

Die vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge bereits im März 2020 erwähnten unheilvollen „Exzesse“, würden nicht, wie von ihm vorgeblich propagiert, „normalisiert“ sondern weiter angefacht werden und das von ihm beschriebene „Rattenrennen“ wäre endgültig nicht mehr einzufangen.

Irgendwer wird die Zeche zahlen müssen. Doch die, die sie bestellt haben? Funktionäre, die sich und die Spieler weiterhin mit massiven Gehaltssteigerungen bedienen?

Oder die Fans? Investoren werden auf Profitmaximierung drängen:

– Spieltagszerstückelung und fanunfreundliche Anstoßzeiten, die ausschließlich der internationalen TV-Vermarktung dienen

– Auslandsspiele

– (weitere) Monetarisierung der Fan-Beziehung zum Verein, z.B. in Form von Fan-Token

– kommerzielle Fandatenverwertung

die DFL und damit die Vereine öffnen sich damit wieder allerlei Schreckensszenarien. Daher darf eine solch bedeutende Entscheidung nicht vorbei an der größten Gruppe der Beteiligten getroffen werden: nämlich den hunderttausenden Vereinsmitgliedern der DFL-Clubs.

Anschauungsunterricht, was geschieht, wenn man sich Investoren ausliefert, dürfte unser Gegner vom vergangenen Heimspiel, die Hertha aus Berlin liefern. Nicht nur die investierten 374 Millionen Euro, sondern auch die Entscheidungshoheit im Verein waren binnen kurzer Zeit vom Windhorst verweht. Trotz oder gerade wegen der das Gesamtgefüge sprengenden 374 Millionen Euro steht die Hertha – auch unabhängig des drohenden sportlichen Abstiegs – schlechter da als zuvor. So stehen dem neuen Investor 777 nicht nur im Falle einer Gewinnausschüttung 95 Prozent zu, sondern besetzt er auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Sitzen im Aufsichtsrat und Beirat von Hertha. Die Anhänger Herthas hatten dies vor ein paar Wochen auf den Punkt gebracht: „Kontrollverlust für schnelles Geld – 50+1 nur noch auf dem Papier?!“

UNSER FC BAYERN AHEAD

MIA SAN MIA
FC BAYERN-FAMILIE
REGIONAL VERWURZELT
MIT HIRN UND HERZ
NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
MITGLIEDERVEREIN
TEIL DER BUNDESLIGA
123 JAHRE GESCHICHTE
GESELLSCHAFTLICH VERANTWORTLICH
EIN VEREIN FÜR ALLE
ROT UND WEISS

MIA SAN MIA
Dieser Ausspruch sollte nicht nur Phrase, sondern Ausdruck eines selbstbewussten Selbstverständnisses sein, die Dinge auf unsere eigene Art anzugehen. Das ist die Grundlage unseres Erfolges als einer der bedeutendsten Fußballvereine in Europa.

FC BAYERN-FAMILIE
Der FC Bayern hat die Größe eines Weltkonzerns und hat es trotzdem jahrelang mehr oder weniger geschafft, im Umgang zwischen Funktionären, Mitgliedern, Spielern und Mitarbeitenden so etwas wie ein familiäres Verhältnis zu wahren. Der Umgang untereinander muss unserer Meinung nach auch bei unterschiedlichen Meinungen und Einstellungen von Respekt, Loyalität und Verantwortung geprägt sein. Auch wenn man es mal kracht, müssen wir uns am Ende immer zusammenraufen können.

REGIONAL VERWURZELT
Der FC Bayern begeistert Fans weltweit und darauf sind wir stolz. Dabei sollten die regionalen Wurzeln des Vereins in München und Bayern sowie die Bindung zur Fanbasis dort nicht verloren gehen. Ohne diese Basis verlieren wir, wer wir sind.

MIT HIRN UND HERZ
Der Profi-Fußball ist gerade bezüglich Transfersummen und Spielergehältern vollkommen abgehoben und dem Bezug zur Realität der „normalen Menschen“ enteilt. Der FC Bayern hat lange Zeit versucht – auch wenn er sich den Marktbedingungen nicht verschließen kann – ein gewisses Maß einzuhalten und nicht jeden Irrsinn mitzumachen. Im europäischen Vergleich haben wir diesen Nachteil durch Leidenschaft und Teamgeist wettgemacht. Der FC Bayern sollte seine herausragende Bedeutung im europäischen Fußball nutzen, den Wahnsinn um Transfersummen und Spielergehälter zu reglementieren, statt hier die eigenen Prinzipien aufzugeben.

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
Ein wichtiger Baustein des sportlichen Erfolges war seit jeher der Einsatz junger Spieler, die sich zu herausragenden Weltklassesportlern, Führungscharakteren und Identifikationsfiguren entwickelt haben. Sie sind unserem Verein über lange Zeiträume treu geblieben und haben für das Team stabilisierende Achsen gebildet. Die Ausbildung solcher Spieler und das Vermitteln des Bayern-Gens am Campus muss weiterhin hohe Priorität haben. Die Spieler sollten nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten und relevante Einsatzzeit auf hohem sportlichem Niveau erhalten. Superstars wie aufstrebende Talente müssen sich dabei bewusst sein, dass niemand größer als der Verein ist. Die deutsche Meisterschaft bleibt der sportliche Zielpunkt.

MITGLIEDERVEREIN
Der FC Bayern gehört mit seinen 300.000 Mitgliedern zu den größten Vereinen der Welt. Gegenüber den Mitgliedern muss der Verein eine wertschätzende und transparente Kommunikationskultur führen, Räume für den Austausch unter den Mitgliedern schaffen und die Wünsche der Mitglieder wo möglich in Entscheidungsprozesse einbeziehen.
Die Kultur des kontroversen Meinungsaustauschs auf Jahreshauptversammlungen trägt zum Charme unseres Vereins bei. Mitbestimmung anstelle von aufdiktierten Investoreninteressen stärkt die Identifikation mit dem Verein. Hieran wollen wir festhalten und 75%+1 der Stimmanteile und somit die komplette Kontrolle beim Mutterverein belassen.
Wir setzen uns dementsprechend für den Erhalt der 50+1-Regel als Garant demokratischer Strukturen im deutschen Profifußball ein.

TEIL DER BUNDESLIGA
Der FC Bayern ist seit dem Aufstieg 1965 ununterbrochen Teil der Bundesliga. Mit 34 Spielen ist sie der ehrlichste aller Wettbewerbe und auch durch ihr hohes Zuschaueraufkommen das Aushängeschild des deutschen Fußballs. Die Bundesliga wird weltweit geschätzt, die lebendige Fankultur in den deutschen Stadien ist ein Markenzeichen.
Als Rekordmeister müssen wir uns dieser Liga verpflichtet fühlen. Die Bundesliga muss ein spannender Wettbewerb bleiben bzw. wieder Attraktivität zurückgewinnen. Wir treten für eine gleichmäßigere Verteilung von Einnahmen aus der Zentralvermarktung und höhere Beteiligung der Ligen an Einnahmen der Verbände (FIFA, UEFA) ein. Reformen (Europacup, Klub-WM) oder Neueinführungen von Wettbewerben (Super League), die den Stellenwert der Bundesliga gefährden, stehen wir deswegen skeptisch und ablehnend gegenüber.

123 JAHRE GESCHICHTE
Wir stehen auf den Schultern von Giganten. Einige außergewöhnliche Akteure haben den FC Bayern geprägt und an die Spitze des Weltfußballs geführt. Aber auch ihre bemerkenswerten Leistungen beruhten auf der Mithilfe und Zuarbeit vieler anderer Spieler, Trainer und Mitarbeiter, die einen Teil dazu beigetragen haben, den FC Bayern zu dem zu machen, was er heute ist. Große Triumphe, bittere Niederlagen und gravierende gesellschaftliche Umbrüche sind Teil unserer Vereinsgeschichte. Insbesondere die Verfolgung und Ermordung von Vereinsmitgliedern während des Dritten Reichs sind prägend für die Haltung unseres Vereins. So wie wir die berühmten, aber auch die eher unbekannten ehemaligen Bayern wertschätzen wollen, wollen wir uns auch die fürchterlichsten Zeiten unserer Vereinsgeschichte bewusst machen. Der FC Bayern ist ein Traditionsverein, wir müssen seine Geschichte hochhalten.

GESELLSCHAFTLICHE RELEVANZ
Der FC Bayern hat aufgrund seiner Größe, seiner gesellschaftlichen Relevanz und der Breite seiner Anhängerschaft eine herausragende gesellschaftliche Position und damit auch Verantwortung. Seine Spieler sind Vorbilder für Millionen Kinder und Erwachsene. Der FC Bayern, seine Mitglieder und Fans stehen für eine Vielzahl von sozialen und karitativen Aktivitäten und gesellschaftspolitische Positionierung. Der Weg dieser Aktivitäten und des Zeigens von Haltung muss fortgesetzt und ausgebaut werden. Glaubwürdigkeit bedeutet aber auch, dies in Einklang mit der Auswahl seiner Partnerschaften zu bringen. Fußball allgemein und der FC Bayern speziell ist gesellschaftlich relevant, daraus erwächst Verantwortung.

EIN VEREIN FÜR ALLE
Auch wenn die erste Mannschaft der Männer, die Amateure, der Frauenfußball und die angegliederten Jugendabteilungen das Steckenpferd unseres Vereins sind, haben die anderen Abteilungen für uns ebenso hohe Relevanz. Die Förderung und weitere Professionalisierung des Frauenfußballs muss wie die Unterstützung des Breitensports auf der Agenda unseres Vereins stehen. Der FC Bayern mit seinen verschiedenen Abteilungen soll für die Menschen dieser Stadt als Ort der sportlichen Betätigung greifbar und offen sein.

ROT UND WEISS
An grundlegender Pfeilern der Vereinsidentität darf nicht gerüttelt werden. Dazu zählen neben dem Namen, den Vereinsfarben und dem Vereinswappen, auch die überwiegend rot gehaltenen Heimtrikots und die weiße Ausweichspielkleidung. Unsere rot-weiße Identität ist ein Wiedererkennungsfaktor, der sinnbildlich für die lange und einzigartige Geschichte unseres Vereins steht.

Mia san die Bayern vom rot-weißen Bayern, dem Land, das der Fußball regiert…

Südkurve München